Karsamstag

Liebe
Gemeindeglieder, liebe Leserin, lieber Leser!

Anbei einer der vielen und zum Teil wunderbar kreativen Cartoons, die in diesen Wochen der Corona-Pandemie untereinander ausgetauscht werden. Vielleicht haben ja auch Sie solche meist fröhlich gestimmten Ideen schon erhalten und teilen Sie miteinander.

Nachdenklich macht
der beiliegende Cartoon sicher. Ja manche mögen fragen: Darf man denn das – mit
Jesu Auferstehung einen Spaß machen?

Nachfolgende Gedanken hat mir Pfarrer Christian Schmidt, Regionalbischof i. R., zukommen lassen und ich möchte Sie gerne daran teilhaben lassen.

Ostertrost in Corona-Zeiten

Jesus spricht zu
Marta: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird
leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird
nimmermehr sterben. (
Joh. 11,25f)

Jesus schiebt den Stein vom Grab und will heraus, doch ein Wachsoldat weist ihn zurück: „Quarantäne-Regeln, geh wieder rein!“ – so der Cartoonist.

Ein Glück, dass
dem Auferstandenen der Corona-Virus nichts anhaben kann! Ein Glück, dass der
Stein weg ist! Und das noch größere Glück – für uns: ER, der Auf-erstandene,
verbreitet keinen todbringenden Virus, sondern den Atem des Lebens!

Wer in einer intensiven Beziehung zu IHM lebt, wer im tiefen Vertrauen auf IHN lebt, wer in der Liebe lebt, der lebt wirklich. Der lebt ein Leben, dem auch der leibliche Tod nichts mehr anhaben kann. Der muss vor dem Tod keine Angst mehr haben, weil er weiß: Die Beziehung zu dem Gott, der die Liebe ist, reißt nicht ab. In diesem Vertrauen kann ich dem Tod und allem Todbringenden trotzen.

Dieser Glaube ist
es, der einen Oscar Romero, einen Martin Luther King, einen Dietrich
Bonhoeffer, eine Edith Stein, einen Martin Luther, einen Franz von Assisi, eine
Walburga, eine Katharina, einen Lorenz, dieser Glaube ist es, der die Apostel
erfüllt hat.

Sie alle konnten
immer wieder die Angst vor dem leiblichen Tod überwinden, weil sie wussten: Das
Leben mit Gott kann der Tod nicht zerstören.  

Das kann auch ein
Corona-Virus nicht. Darum müssen wir uns nicht in unserer Angst vergraben. Wir
können heraus aus den Grüften unserer Angst. Darum können wir gegen den Virus
kämpfen, deswegen können wir solidarisch sein und anderen Mut machen. Gerade
jetzt gilt das Wort unseres Herrn: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“

Gedanken von Pfarrer Christian Schmidt